Ackerbürgermuseum Gartz (Oder)

Stettiner Str. 14 a
16307 Gartz (Oder)

Telefon 033332 878224 Ackerbürgermuseum

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Allgemeines
Die Geschichte der Stadt wurde bis April 1945 im Gartzer Stadtmuseum im Stettiner Tor dargestellt. Die Ausstellungsstücke dieses Museums gingen in den Wirren der Nachkriegszeit verloren oder wurden von anderen Museen übernommen. Das Vorhaben, in diesen Räumen wieder ein Museum einzurichten, stieß besonders in der Gartzer Bevölkerung auf große Zustimmung und Unterstützung.

Die Stadt Gartz feierte 1999 ihr 750-jähriges Bestehen. Die wechselvolle Geschichte der Stadt ist aber viel älter. Spuren der Besiedlung reichen bereits 6.000 Jahre zurück. Im 14./15. Jahrhundert wurden der Stadt Gartz (Oder) durch die Pommernherzöge zahlreiche Privilegien (Erhebung von Wasser-, Brücken- und Wegezoll, Münzgerechtigkeit) verliehen. Diese Privilegien ermöglichten ein Aufblühen des Handwerks und des Handels, wodurch die Stadt zu großem Reichtum und Macht gelangte. Trotz zahlreicher schwerer Verwüstungen in Kriegen, großer Stadtbrände und Seuchen blieb die Stadt bis April 1945 eine Stadt der Handwerker und Händler, die nebenher noch eine kleine Landwirtschaft betrieben (Ackerbürger). Wer durch die Stadt mit ihrer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, den Wehrtürmen und der weithin sichtbaren St. Stephanskirche geht, erkennt welche Bedeutung der Ort in früherer Zeit hatte.

Wer waren die "Ackerbürger"
Unter dem Begriff des "Ackerbürgers" verstand man einen Bürger, der neben seinem handwerklichen Beruf auch Nahrungs- und Futtermittelanbau auf seinem Land in der Feldmark betrieb. In den kleinen Städten auf dem Land, die meist ohne großen Handel auskommen mussten, widmete sich die Mehrzahl der Bürger dieser Kombination aus Beruf und Landbestellung. Ohne die Landbestellung reichte das Auskommen für die meisten Familien nicht.

Grundriss eines Ackerbürgergrundstücks in der Uckermark
1. Ein oder zweistöckiges Wohnhaus, z.T mit Geschäfts- oder Gewerberäume
2. Stallungen oder Gewerberäume
3. Innenhof
4. Garten
Die Ackerbürgergrundstücke innerhalb der Stadt waren von so beengendem Ausmaß, dass kaum Möglichkeiten bestanden, landwirtschaftliche Produkte oder Futtermittel innerhalb der Stadtmauern unterzubringen. Zu diesem Zweck wurden außerhalb der Stadt Scheunen und sogenannte Futterbuden errichtet.

 

Außerdem in der Nähe:

 

  • Windmühlen in Luckow-Petershagen
  • Salveymühle ehem. Wassermühle mit Sägewerk, Solartechnik
  • große Bockwindmühle Storkow

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