Storchenturm


Der Storchenturm
Egal von welcher Richtung man auf die Stadt Gartz an der Oder zukommt, der sogenannte Storchenturm ist weithin zu sehen. Er gehört zur Stadtsilhouette von Gartz (Oder). Der in die Stadtmauer eingelassene starke, unerschütterlich wirkende Wehrturm, Ende des 14. Jahrhunderts/ Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut, ist 26 Meter hoch. Unterhalb besteht er, genau wie die Stadtmauer, Richtung Feld, aus großen Feldsteinen. Zur Stadtseite wurde er aus Ziegelsteinen gemauert.
Bis zu zwei Dritteln seiner Höhe hat er einen viereckigen Unterbau aus Ziegelsteinen, die durch Zinnen ihren Abschluss finden. Hier befindet sich ein Rundumgang. Darüber erhebt sich ein schlanker, mit Zinnen versehener, Turmaufbau. Auch dieser hat einen kleineren Rundumgang. Obenauf hat der Turm eine abgeflachte Spitze, die seit Jahrhunderten den Störchen ein Zuhause bietet. Daher im Volksmund der Name „Storchenturm“. Unterhalb wird der Turm von Efeu umrankt, in dem sich viele Singvögel wohlfühlen. Der Wehrturm diente dem Schutz der Stadt. Von ihm aus waren Händler, Besucher, fahrendes Volk und vor allem Feinde der Stadt weithin zu sehen. Oben von dem Rundgang mit seinen Zinnen erstreckt sich der Blick über eine Endmoränenlandschaft, die eingebettet im heutigen Nationalpark Unteres Odertal liegt. Vor der Stadtmauer mit dem Storchenturm erstrecke sich ein Doppelgraben, 19 Meter tief war und mit dem Wasser aus der Oder gespeist wurde. Zwischen beiden Gräben verlief der Wall, auf dem sie heute noch flanieren.
Der erste Graben unmittelbar unterhalb der Stadtmauer wurde trockengelegt und bebaut. Wohlhabende Stettiner- und Gartzerbürger hatten hier Gärten und Häuser. Der zweite Graben ist noch heute vorhanden. Er wurde im Jahre 2015 angehoben und von einst 19 Metern Tiefe sind noch 10 Meter vorhanden. In dem Zusammenhang wurde der Böschungswinkel verringert und der Wall verbreitert und bekam zwei Treppen.








