Blaue Hut

Die Blaue Hut
Die Blaue Hut ist Bestandteil der einstigen Stadtmauer und ist wie auch der Pulverturm und der Storchenturm ein Wehr- oder Wachturm. Erbaut ist er Ende 14. Anfang 15. Jahrhundert am östlichen Oderufer. Der ursprünglich schlanke, kreiszylindrische Mauerturm hatte einen äußeren Durchmesser von 3,70 Metern. Er stand auf einem rechteckigen Unterbau mit einer Höhe von 9 Metern, der mit Blenden verziert war. Nach oben ging er, auf Kragsteinen vorspringend, in ein Achteck über. Dessen Seitenfelder waren durch schlanke, mit Kantenblumen verzierte Giebel bekrönt. Hinter diesen Giebeln erhob sich eine bekleidete Spitze mit ehemals tiefblau-glasierten Ziegeln.
Die Gesamthöhe des Turmes betrug 23 Meter.
Auf dem rechteckigen Unterbau befand sich ein Turmumgang.
Der durch die vielen Eroberungskriege stark beschädigte Turm wurde 1881 sachgemäß wieder hergestellt.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er fast völlig zerstört und musste abgetragen werden. Einzig der rechteckige Unterbau blieb erhalten.
Ob es nun „die“ oder „der“ blaue Hut heißt, kann nicht eindeutig geklärt werden. Dazu gibt es drei Meinungen.
Da die Spitze mit den blau glasierten Ziegeln eingedeckt war, also der Turm einen blauen Hut trug, wurde er mit dem männlichen Artikel benannt.
Da der Turm in seiner wechselvollen Geschichte immer wieder in blauem Pulverdampf eingenebelt war, wurde er ebenfalls „Der Blaue Hut“ genannt.
Hauptsächlich diente er als Wehrturm und sollte die Stadt behüten, also „Die blaue Hut“. Viele Gartzer bevorzugen „Die Blaue Hut“.








