St. Stephanskirche

St. Kirche historisch
St. Stephanskirche heute

Die St. Stephanskirche

Die St. Stephanskirche wurde 1259 erstmalig erwähnt. Obwohl man davon ausgehen kann, dass sie bereits 1249 zur Stadtgründung durch den Pommernherzog Barnim I. bestand. Ursprünglich war sie aus Granitquadern, im romanischen Stil, als basilikale Hallenkirche mit einer Apsis erbaut. Von diesem Bau ist die Sakristei mit einem Kreuzgewölbe erhalten. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Umbau des Langhauses zu einer dreischiffigen Hallenkirche im spätgotischen Stil. Der Baumeister dieser Umbauarbeiten ist nicht bekannt. Anfang des 15. Jahrhunderts erfolgte die Neukonstruktion des Chores. Interessant sind die baulichen Gemeinsamkeiten mit der Jacobikirche in Stettin, sowie der Katharinenkirche in Brandenburg an der Havel. Sie lassen die Hand des seinerzeit berühmten Stettiner Baumeisters Hinrich Brunsberg erkennen. Im 16. bis 17. Jahrhundert wurde die Kirche mehrfach geplündert und ausgebrannt. Dadurch war die ursprüngliche Ausstattung der Kirche fast vollständig zerstört.  Ende des 18. Jahrhunderts bekam der Turm eine barocke Turmhaube mit einer Höhe von 65 Metern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts konnten umfangreiche Restaurierungsarbeiten ausgeführt werden und sie erhielt einen Altarneubau. Im April 1945 wurde die St. Stephanskirche durch Artilleriebeschuss der Roten Armee fast vollständig zerstört. In den folgenden Jahren kam es, trotz erfolgter Sicherungsmaßnahmen, zu immer weiterem Verfall der Kirchenruine. Erst 1981 beschlossen der Landeskirchenrat Vorpommern Greifswald und der Kirchgemeinderat Gartz den Teilwiederaufbau. Im September 1987 erfolgte die feierliche Einweihung in ihrer jetzigen Form. Heute ist die St. Stephanskirche geistliches Zentrum der Stadt Gartz (Oder) und repräsentativer Austragungsort vielfältiger kultureller Aktivitäten.