Rathaus

Amtsgericht
Rathaus Hinterhof

Das Rathaus

Das Gebäude wurde vor etwa 125 Jahren als königlich – preußisches Amtsgericht auf dem zugeschütteten Wallgraben errichtet. Die Bauzeit dauerte von 1900 bis 1904 nach den Plänen des Baumeisters Christian Friedrich Steinweg. Die Gefängniszellen können heute noch besichtigt werden. In dem reichverzierten Säulenkapitell vor dem Eingang ist das Gesichtsrelief des ersten Amtsrichters Vendt zu sehen. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde Gartz (Oder) zu 80 % zerstört, darunter auch das vorherige Rathaus. Ab Januar 1953 wurde das ehemalige Amtsgericht zum Rathaus und zur kommunalen Verwaltungsstätte umfunktioniert. Es bestand bis 1992. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem einen Sitzungssaal, der von der Stadt und den Gemeinden genutzt wird. Des Weiteren befindet sich dort eine Außenstelle der Naturwacht des Nationalparks Unteres Odertal. Ebenso hat der Heimatverein mit Archiv und Büro, sowie ein Trauzimmer für standesamtliche Trauungen seinen Platz gefunden. Im Wandel der Zeit werden neue Nutzungen etabliert: Räume für Jugendliche, Politik, Kultur und Wirtschaft sollen entstehen. Durch viele ehrenamtliche Helfer wird das alte Rathaus zur Begegnungsstätte, ein Ort für Bürgerinnen und Bürger.

Noch ein Wort zum Stadtwappen: Es bringt die Wehrhaftigkeit der pommerschen Stadt zum Ausdruck, einen geharnischten Ritter. Sein golden bekrönter Helm mit geschlossenem Visier schmückt drei grünen Straußenfedern. An seiner rechten Seite hält er einen Speer mit wehendem Banner. Seine linke Hand fasst einen Schild, gegen das ein Schwert gestützt ist. Auf Banner und Schild ist der pommersche Greif zu sehen. Er weist auf die frühere pommersche Geschichte der Stadt Gartz (Oder) hin.