Bilder vom Bahnhof Casekow

Amt Gartz (Oder)

Der Haltepunkt Casekow befindet sich am Streckenkilometer 99,6 der Stettiner Bahn. Eine Machbarkeitsstudie soll untersuchen, wie das "Bahnhofsumfeld" in Casekow neu gestaltet werden kann. Dafür werden zunächst Fotos vom alten Empfangsgebäude und vom Bahnhofsumfeld in Casekow aus der Zeit zwischen 1857 und 1939 gesucht.

 

Am 12. Oktober 1857 wurde der Bahnhof in Casekow eröffnet. Das ursprünglich zweistöckige Empfangsgebäude wurde wohl um 1872 und um 1899 erweitert und später aufgestockt. Der Bahnhof verfügte bis zum Mai 1945 über sechs Gleise: zwei Hauptgleise, welche rund 220 Meter lang waren, und zwei Neben- und Ladegleise. Der Bahnhof Casekow besaß die vollen Abfertigungsbefugnisse im Personen- und Güterverkehr. Bis April 1945 endeten hier die Vorortzüge aus Stettin. Daneben hielten in Casekow alle Nahverkehrszüge zwischen Berlin und Stettin. Zwischen dem 8. April 1899 und dem 24. Mai 1945 gab es eine 42 km lange Kleinbahnstrecke über Penkun nach Stettin. Im Juni 1945 wurden die Gleise der Kleinbahn und das zweite Gleis zwischen Stettin und Berlin im Rahmen von Reparationszahlungen abgebaut. Seit dem ist die Stettiner Bahn dem schleichenden Niedergang preisgegeben. Heute ist Casekow nur noch ein Haltepunkt mit einem Gleis. Das entwidmete Empfangsgebäude steht seit Jahren leer und ist in einem äußerst unbefriedigenden Zustand.

 

Das hier veröffentlichte Foto stammt aus dem Jahr 1906 und zeigt das Empfangsgebäude nach ersten Erweiterungen. Interessant sind für den Ortsbeirat Casekow und das Amt Gartz (Oder) vor allem bildliche Dokumente oder technische Zeichnungen vom Empfangsgebäude und vom Bahnhofsumfeld in Casekow aus der Zeit zwischen 1857 und 1939. Diese können Sie beim Ortsbeirat Casekow oder im Amt Gartz (Oder) abgegeben und werden an Sie unversehrt zurückgegeben.

 

Für Fragen, Hinweise und Anregungen stehen Ihnen gern mehrere Ansprechpartner zur Verfügung Amtsdirektor Frank Gotzmann, Ortsvorsteher Tino Kisicki, Ortsbeirat Dr. Hans-Georg Goetzke, Ortsbeirat Heiko Kausch.

 

Die Studie soll Möglichkeiten aufzeigen, wie durch Parkmöglichkeiten die Attraktivität des Haltepunktes Casekow nach einem zweigleisigem Ausbau dauerhaft gesteigert werden kann und wie das Empfangsgebäude durch einen teilweisen Rückbau in seinem historischen Ausgangsbestand erhalten werden kann. Sie soll Ende 2018 vorliegen.

 

Stand: 02.01.2018 (01.01.2018*)

 

 

Foto: Casekow 1906 mit Dank an Axel Maruszat