Bahnhofsumfeld von Tantow

Amt Gartz (Oder)

Die vorbereitenden Maßnahmen für die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Tantow sind nicht mehr zu übersehen. Das Bahnhofsgelände soll wieder attraktiver, die Dorfmitte in Tantow aufgewertet werden. 885.000 € fließen in diese Neugestaltung, zwei lange leerstehende Gebäude am Bahnhof werden nun abgerissen.

 

Seit mehr als drei Jahren beschäftigt sich die Gemeindevertretung der amtsangehörigen Gemeinde Tantow mit der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. In den Sitzungen verwies Amtsdirektor Frank Gotzmann immer wieder auf mögliche Fördermittel und die dafür notwendigen behördeninternen Abstimmungen.

 

In der ersten Jahreshälfte von 2016 wurde eine Konzeption für die Neugestaltung beauftragt, eine Vorhabenanmeldung für einen Zuschuss vom Landkreis Uckermark eingereicht und das Projekt beim Landesamt für Bauen und Verkehr gemeldet. Die Finanzierung und die angedachte Neugestaltung wurden mit der Gemeindevertretung gemeinsam ausgearbeitet. Am 15. Juli 2016 gab der Fachausschuss Verkehr beim Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sein zustimmendes Votum. Am 10. März 2017 fand ein Gesprächstermin mit der Deutschen Bahn AG statt.

 

In einem ersten Schritt riss die Eigentümerin im März 2017 das seit vielen Jahren leerstehende Gebäude des Grenzschutzes ab, im April 2017 das Empfangsgebäude. Durch den langen Leerstand und mangels belastbarer Konzepte konnte die Bausubstanz nicht erhalten werden. Die Eigentümerin erklärte: Für eine bahntechnische Nutzung kommt das Gebäude nicht mehr in Frage. Auch eine nachhaltige sowie dauerhafte, neue Nutzungsperspektive ist nicht gegeben und auch nicht wirtschaftlich darstellbar. Nach sorgfältiger Prüfung hat die Deutsche Bahn AG sich deshalb für den Abriss des Gebäudes entschieden. Der Amtsdirektor unterstützte zuvor die Suche nach einer sinnvollen Nachnutzung der Gebäude, unter anderem auch das Konzept aus 2012, ein InterRail-Zentrum nach norwegischem Vorbild zu eröffnen.

 

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Tantow ist ein wichtiges Projekt für Tantow, unterstreicht Ortsvorsteherin Silke Natter. Die Dorfmitte soll aufgewertet und der Verkehrshalt der Züge dauerhaft gesichert werden. Derzeit wird daran noch gearbeitet, diese Neugestaltung u. a. durch Fördermittel des Landes Brandenburg und des Landkreises Uckermark auch zeitnah umzusetzen. Die dafür notwendigen Abstimmungen sind noch nicht abgeschlossen. Eine Umsetzung in 2017/2018 ist angestrebt.

 

Derzeit gibt es Überlegungen, nach einem zweigleisigen Ausbau ab 2026 in Tantow jede Stunde einen schnellen Regionalexpresszug nach Berlin und Stettin halten zu lassen. Tantow wird mit seinem neuen Bahnhofsumfeld dann auch für Fahrgäste aus Gartz (Oder), Penkun in Mecklenburg-Vorpommern, Greifenhagen und Kolbitzow in Polen noch attraktiver.

 

Mit der angestrebten Neugestaltung nehmen die Gemeindevertreter ihre Verantwortung für die zukünftige positive Entwicklung der Gemeinde Tantow wahr. Die bisherigen Abstimmungen mit den Gemeindevertretern, Behörden und der Deutschen Bahn waren angenehm und zielorientiert, lobt Amtsdirektor Frank Gotzmann die sehr gute Zusammenarbeit.

 

In der nächsten öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 26. April 2017 um 18:00 Uhr in Tantow wird darüber weiter informiert und beraten.

 

Stand: 20.04.2017 (07.04.2017, 06.04.2017)