Kirche Blumberg

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2. Hälfte 13. Jahrhundert
Bau einer ersten Kirche in Blumberg

1584
In der sog. Blumberger Matrikel wird berichtet, dass Blumberg ein eigenes Gotteshaus mit Turm hat, in dem 3 Glocken hängen.

1637
Ein Abendmahlskelch wird der Blumberger Kirchengemeinde geschenkt, der noch aus vorrefor- matorischer Zeit stammt. Alle Archivunterlagen gehen im 30-jährigen Krieg verloren.

1664
Eine Glocke wird in den notdürftig reparierten Turm gehängt, gestiftet von der Familie v. Sydow, gegossen von Christian Kökeritz in Stettin.

1685/88
gründliche Reparatur des Kirchendaches und der Kirchenfenster

1707
Ein neuer Altar wird gebaut, der sich noch heute in der Kirche befindet mit den Wappen und Namenszügen des damaligen Patrons und seiner Ehefrau, Georg Heinrich von Sydow und Eleonore, geb. von Pufendorf. Die Kanzel befand sich zu dieser Zeit noch nicht über dem Altar.

1718/19
Eine neue, größere Glocke wird aus Stettin geholt und in den Turm gehängt, (Stifter: G.H.v. Sydow und seine Ehefrau) - diese Glocke wurde 1917 im Turm zerschlagen und zu Kriegs- material eingeschmolzen.

1735
Da vermutlich der Turm noch nicht wieder aufgebaut war, wurde 1735 ein "richtiger" Turm errichtet. Kosten 2025 Taler; Die noch heute auf dem Turm angebrachte Bekrönung mit dem Spruchband GLORIA wurde damals angefertigt.

1736
Eine Turmuhr wird für 114 Taler gekauft.

1756
Turm- und Kirchdachreparaturen brachte eine große Verschuldung der Kirchengemeinde.

1768
Das Patronat geht an die Familie von der Osten, die das Rittergut Blumberg von der Familie von Sydow übernahm.

1772
Durch eine bedeutende Schenkung von Heinrich Carl von der Osten wird das Innere der Kirche neu gestaltet. Eine neue Orgel wurde gebaut, neue Emporen, die Kanzel wurde über dem Altar angebracht, eine gründliche Ausmalung erfolgte. Wert der Umgestaltung der Kirche über 1000 Taler. (Im Wesentlichen ist diese Innengestaltung bis heute erhalten geblieben)

1785
gründliche Turmausbesserung

1848/49
Der Turm wird von Grund auf erneuert, dabei wird die Gestaltung des Turmes von 1735 beibe- halten. (Kosten: 2288 Taler) Die Gestaltung des Turmes ist bis heute unverändert.

1917
Die beiden großen Bronzeglocken werden zu Kriegszwecken eingeschmolzen.

1929
Ein Nachguß der beiden Bronzeglocken durch die Fa. Schilling in Appolda erfolgt und die beiden Eisenglocken (Hartguß) kommen wieder in den Kirchturm.

1956/57
gründliche Ausbesserung des Turmes; Reparatur der Schieferdächer und Ausbesserung der Holzverkleidung des Turms

1960
Neudeckung des Kirchturmes mit alten Biberschwänzen

1963
Abbruch des kunstgeschichtlich wertlosen Erbbegräbnisses der Familie von der Osten an der Nordseite der Kirche mit dem Einverständnis der Familie von der Osten und der Denkmalpflege. Dies war nötig geworden, weil ständig das Erbbegräbnis aufgebrochen wurde, die Särge geöffnet und teilweise zerstört wurden. Die Beisetzung von etwa 30 Särgen und 5 Kindersärgen erfolgte auf dem Kirchhof.

1966
Erneuerung aller Kirchenfenster (Antikglas)

1966/68
Renovierung des Kircheninneren. Die Empore an der Südseite wird teilweise abge- tragen und der Kanzelkorb wird wieder aus dem Altar entfernt. Die Kanzel bekommt wohl ihren ursprünglichen Platz an der Nordseite zurück. An der Kanzel befindet sich das Wappen der Familie von der Osten und 4 Holzreliefs von 1695, die die 4 Evangelisten darstellen.

1969
letzte Holzschutzbehandlung der großen Holzfläche am Kirchturm

1973
Eine elektrische Läuteanlage für die 3 Glocken wird angeschafft.

1979
Große Schäden deuten sich an den Schieferflächen des Turmes und an der Holzverkleidung an. Es wurden keine Möglichkeiten gefunden, hier Abhilfe zu schaffen.

1998/99
Eine großzügige Spende von Dr. Hans Martin aus Stadtlohn ermöglicht es der Kirchengemeinde Fördermittel zu beantragen und mit der Turmsanierung zu beginnen. Finanzielle Zuwendungen kamen außerdem von den Einwohnern, ehemaligen Blumbergern, der Kommune und den Blumberger Betrieben.

2000
Der Abschluss der Turmsanierung ist geplant und beantragt.

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