Babyleiche in Teerofenbrücke

Amt Gartz (Oder)

Was bewegt eine Mutter dazu, ihr neugeborenes Mädchen zu entsorgen? Wie unbeschreiblich groß wird ihre Not sein? Warum musste wieder ein Baby sterben? Diese Fragen bewegen nicht nur viele Menschen in der Uckermark. Bei der Lösung dieser Fragen können auch Sie helfen.

 

Am 22. März 2020 wurde der leblose Körper eines neugeborenen Mädchens im Wasser bei Teeofenbrücke, in der benachbarten Stadt Schwedt/Oder gefunden. Das Mädchen starb keines natürlichen Todes. Die Mordkommission hat deshalb die Ermittlungen aufgenommen. Das Neugeborene wurde bereits durch die Gerichtsmedizin obduziert. Weitere Untersuchungen der Kriminalpolizei stehen noch aus. Sie gibt aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine weiteren Einzelheiten bekannt.

 

Bisher ist unklar, ob es sich möglicherweise um die gleiche Mutter handelt, die vor knapp sechs Jahren ein getötetes Baby im wernige Kilometer entfernten Friedrichsthal abgelegt hat.

 

Die Mordkommission bittet um Ihre Mithilfe bei der Aufklärung der Tat. Angler, Radfahrer, Jogger, Spaziergänger, die im Bereich um die Teerofenbrücke in den letzten Wochen unterwegs waren, und die Einwohnerschaft werden gefragt:

 

1. Wer kann Hinweise zu den Eltern, insbesondere zur Mutter des Kindes geben? Wer hat in den letzten Wochen eine schwangere Frau bemerkt, deren Schwangerschaft beendet ist, aber bei der offenbar kein Baby lebt?

 

2. Wer hat zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 22. März 2020 im Bereich der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße zwischen Schwedt/Oder und Friedrichsthal Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen, die mit der Ablage des Säuglings in Verbindung stehen könnten?

 

Ihre sachdienlichen Hinweise richten Sie bitte an die Polizeiinspektion in Prenzlau unter der Rufnummer 0 39 84 350.

 

Stand:  27.03.2020

 

 

Foto: Totes Neugeborenes in 2020 gefunden.