Arbeiten am Oderdeich 2018 - 2020

Amt Gartz (Oder), den 14.03.2017

Der Oderdeich zwischen Friedrichsthal und Gartz (Oder) gilt als einer der schönsten Abschnitte des Oder-Neiße-Radweges. Bis Ende 2017 ist der Deichverteidigungsweg noch uneingeschränkt befahrbar. Von 2018 bis 2020 wird es aufgrund von notwendigen Bauarbeiten zu Umleitungen kommen.

 

 

Bereits in 2014 wurden die Zuwegung für die Deichbaumaßnahmen und in 2015 der Schiffsanleger gebaut. Im Juni 2016 wurde dem Landesamt für Umwelt die Ausführungsplanung vorgelegt. Hierbei wurden die Kostenberechnungen grundlegend überarbeitet. Die Ausschreibung der Baumaßnahme wird für Mai 2017 erwartet. Ein möglicher Baubeginn ist nun für September 2017 vorgesehen. Die ersten Arbeiten werden die Errichtung der Lagerplätze, der Rückbau der Asphaltdecke und die Kampfmittelsondierung sein. Mit einer Fertigstellung ist bei ungestörtem Bauverlauf ab Mitte 2020 zu rechnen.

 

Die zwei je fünf Kilometer langen unsanierten Deichabschnitte in der Neuzeller Niederung bei Ratzdorf und im Unteren Odertal bei Friedrichsthal galten als die Schwachstellen beim Oder-Hochwasser in 2010. Die Sanierung des Oderdeichs zwischen Friedrichsthal und Gartz (Oder) sollte zunächst Ende 2015 beginnen. Auf den Baustellen in direkter Nachbarschaft wurde aber deutlich mehr Munition gefunden als nach ersten Schätzungen erwartet werden konnte. Daraus ergaben sich verschärfte Vorgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und eine Umplanung des Deichbauvorhabens. Trotz unvorhergesehener Schwierigkeiten durch die Munitionssuche und ungünstiger Baugrundverhältnisse wird auch in diesem Abschnitt intensiv daran gearbeitet, einen modernen Hochwasserschutz herzustellen, um die nach 1997 begonnene Oderdeichsanierung vollständig abzuschließen, betonte Minister Jörg Vogelsänger. Die notwendige Deichsanierung wird mit EU- , Bundes- und Landesmitteln finanziert. Die Umleitung im Amt Gartz (Oder) erfolgt dann durch das Gartzer Bruch westlich der Bundesstraße 2.

 

Stand: 14.03.2017